DIE SCHWALBE
Hintergründe zum Film

Regie: Mano Khalil
Mit Manon Pfrunder, Ismail Zagros
CH 2015 – 102 Minuten – Kinostart 04.02.2016

Auf der Suche nach ihren Wurzeln begibt sich die junge Schweizerin Mira ins irakische Kurdistan. Dort wird sie mit Terrorismus, Kriegsverbrechen und Selbstjustiz konfrontiert, aber auch mit der Liebe. Der Film erzählt von den zwei Tragödien, die es im Leben gibt: der Nichterfüllung eines Herzenswunsches und dessen (vermeintlicher) Erfüllung.
Die Geschichte nimmt uns mit auf eine Reise durch die atemberaubenden Landschaften Kurdistans mitten hinein in die politische Aktualität einer von Konflikten gebeutelten Region.

 

Die Schwalbe – Abreise – groß ansehen

 

Die Schwalbe – Irak 2003 – groß ansehen

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Manon Pfrunder, 27, wird in der neuen Saison am Zürcher Schauspielhaus als Regieassistentin von Barbara Frey tätig. Sie ist in der Schweiz bekannt geworden als Hauptdarstellerin in Mano Khalils Spielfilm „Die Schwalbe“, dem Drama einer Schweizerin, die im Norden des Iraks ihren Vater sucht und dabei in die inneren Auseinandersetzungen im Nahen Osten verwickelt wird. Dieser Spielfilm ist seit Anfang Februar in der Schweiz angelaufen und hatte zuvor als Eröffnungsfilm die 51. Solothurner Filmtage eröffnet.

Als Mira in „Die Schwalbe“ gelingt es Manon Pfrunder, zwischen schweizerischen und nahöstlichen Kultursystemen die eigene Autonomie zu bewahren. Sie macht beispielhaft deutlich, wie nach dem für sie zwingenden Aufbruch aus der heilen Schweiz die Rückkehr erst möglich wird, wenn Vergangenheit und Gegenwart der fremden Welt erlebt wird.
Die 1988 geborene junge Schweizer Schauspielerin Manon – die gerne bei ihrem Vornamen angesprochen wird – liebt die dramatische Rolle der Mira in einem zeitgeschichtlichen Umfeld von hoher Aktualität. „Wir waren die letzte westliche Filmcrew die im Irak drehte, ehe die Fundamentalisten kamen“, sagt sie.

Die Schwalbe –Unterwegs – groß ansehen

Beeindruckt an den 51. Solothurner Filmtagen hat Manon Pfrunder die hohe Qualität der dort gezeigten Filme. „Im Unterschied zu jüngeren Veranstaltungen dieser Art ist Solothurn sich selber treu geblieben“, sagt sie. Das intellektuelle Publikum strahle Schweizer Eleganz und Weltläufigkeit aus, die man nicht mehr überall erwarten könne.

Manon Pfrunder war schon 2007/08 am Schauspielhaus Zürich tätig. Sie ist, von der Berliner Castorf–Schule geprägt, der zeitgeschichtlichen und realistischen Dramaturgie verpflichtet. Die am Schauspielhaus Zürich erfolgreich tätige Direktorin Barbara Frey verstärkt mit Manon Pfrunder ihr Team für die neue Saison.